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Entdecke in unserem Blog das wahre Sibirien!
Geh auf eine atemberaubende Reise durch die endlosen Weiten des Altais, des Baikalsees und Jakutiens. Lerne die einzigartige Natur kennen und tauche in die Geschichte des rauen und geheimnisvollen Sibiriens ein!
30
Januar

Gaben Sibiriens: Steinklee

Ein Kapitel darüber, wie eine Pflanze, von der Natur gesegnet, zur Quelle körperlicher und seelischer Stärke des Menschen wird...

Wir setzen unsere Reise durch das grenzenlose Sibirien fort und entdecken seine Kräuter und Pflanzen. Heute sprechen wir über den Steinklee. Im Sommer entfaltet er seine goldgelben Blütenstände wie kleine Sonnenstrahlen und zieht damit alle Blicke und Herzen auf sich. Doch der Steinklee ist nicht nur eine Zierde der Wiesen: Er besitzt zahlreiche heilende Eigenschaften, die sowohl von Bienen als auch von Heilkräuterkennern sehr geschätzt werden.

Es gibt mehrere Legenden, die den Steinklee mit der Sonne verbinden. Früher glaubte man, dass Steinklee, der in der Nähe des Hauses wächst, Wärme, Wohlstand und Glück in die Familie bringt.

Das lebendige Gold der Natur

Steinklee (lat. Melilotus) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchte, bis zu 1–1,5 m hoch, mit verzweigtem Wurzelsystem. Die Blätter des Steinklees sind gefiedert mit kleinen Blättchen, die Stängel aufrecht und verzweigt. Die Blüten sind klein und in langen, schmalen, vielblütigen, lockeren und herabhängenden Trauben zusammengefasst, die gelb oder weiß gefärbt sind. Die Pflanze bevorzugt sonnige Standorte und feuchte Böden und wächst an Straßenrändern, auf Ödflächen, Brachland und in Gruben.

In Sibirien sind zwei Steinkleearten verbreitet – der weiße und der medizinische Steinklee. Der weiße Steinklee zeichnet sich durch einen milden Duft und größere weiße Blüten aus. Er wird sowohl in der Landwirtschaft als auch in der Medizin verwendet. Der medizinische Steinklee hat gelbe Blüten mit intensivem Aroma und wird aktiv für die Behandlung verschiedener Krankheiten eingesetzt.

Der lateinische Name Melilótus lässt sich als „Honigfuttergras" übersetzen. Und tatsächlich: Steinklee gehört zu den bekanntesten Honigpflanzen. Da er lange blüht (bis zu zwei Monaten) und nach dem Mähen erneut blühen kann, wird er von den Bienen sehr geschätzt. Wie Imker sagen, kann man von einem Hektar Steinklee bis zu 300 kg herrlichen Honig gewinnen! Auch die Farbe variiert: Der medizinische Steinklee liefert hell-bernsteinfarbenen fast durchsichtigen Honig, während weißer Steinklee weißen Honig ergibt. Die Pflanze dient zudem als Futterpflanze und zur Bodenanreicherung: Kleine Knöllchen an den Wurzeln enthalten stickstofffixierende Bakterien und bereichern den Boden mit lebenswichtigem Stickstoff.

Der russische Name „Steinklee (" stammt vom alten Wort „Donnaja" (alte Bezeichnung für Gicht) und weist auf seine Heilwirkung hin.

Der Heiler von den Wiesen: die geheimen Kräfte des Steinklees

Über die heilenden Eigenschaften des Steinklees schrieb man bereits im Alten Griechenland, und heute sind die nützlichen Eigenschaften dieser Pflanze auch in der wissenschaftlichen Medizin anerkannt. Zubereitungen aus dem medizinischen Steinklee werden zur Herstellung von Abkochungen, Aufgüssen, Extrakten und Tees verwendet und kommen bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-, Atem-, endokrinen und Urogenitalsystems sowie des Magen-Darm-Trakts zum Einsatz.

Der wichtigste aktive Inhaltsstoff des Steinklees ist Cumarin. Seine Hauptwirkung besteht darin, die Blutflüssigkeit aufrechtzuerhalten und der Bildung von Blutgerinnseln vorzubeugen, was die Mikrozirkulation und die Gewebeernährung deutlich verbessert. Er wirkt zudem koronarerweiternd, was für das Herz-Kreislauf-System von Vorteil ist. Darüber hinaus ist es ein wirksames entzündungshemmendes, krampflösendes und antibakterielles Mittel.

Dank dieser Zusammensetzung wirkt Steinklee positiv auf das Nerven- und Herz-Kreislauf-System, normalisiert den Blutdruck, fördert die Durchblutung des Gehirns, verbessert das Gedächtnis, erhöht die Konzentration und lindert Entzündungserscheinungen. Die Blätter und Blüten des Steinklees enthalten außerdem Gerbstoffe, Glykosid Zimarin, Cumarsäure, Dicoumarol, Melilotin, Cholin, Allantoin, Vitamine C und E, Carotin, ätherisches Öl und Schleimstoffe.

Heute wird Steinklee bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt:

  • als beruhigendes Mittel bei Schlaflosigkeit;
  • als krampflösendes Mittel bei Migräne, koronarer Herzkrankheit und Arteriosklerose;
  • bei entzündlichen Erkrankungen der Atemwege;
  • bei Gelenk- und Muskelschmerzen;
  • bei Krampfaderleiden;
  • bei entzündlichen Prozessen der Haut und des Weichgewebes.

Wie viele sibirische Pflanzen findet man auch den Extrakt des weißen Steinklees in vielen Produkten.

Der Balsam enthält einen konzentrierten Komplex aktiver pflanzlicher Inhaltsstoffe, die dazu beitragen, Unbehagen zu verringern, Krämpfe und Muskelverspannungen zu reduzieren, Müdigkeit nach körperlicher Belastung zu lindern und eine ausgeprägte entzündungshemmende Wirkung haben.

Wussten Sie, dass der wunderbare Steinklee so viele verschiedene nützliche Eigenschaften besitzt?

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